Kein Zoff am Maschendrahtzaun

May 28, 2018

Nachbarn sind etwas Seltsames: Jeder hat sie – aber nicht jeder kennt sie. Während manche Nachbarschaften wunderbar funktionieren, sind andere ein kriegsähnlicher Zustand. Doch was kann jeder selbst zu einer «guten Nachbarschaft» beitragen? 10 Tipps, die sich lohnen!

Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn ist wichtig für die Lebensqualität. Für die eigene und die der anderen. Allerdings ist der Aufbau guter nachbarschaftlicher Beziehung nicht immer einfach. Denn Nachbarn sind bivalente Wesen. Einerseits sind es die «fremden Leute» aus der Wohnung gegenüber. Andererseits sind es «Menschen, die man kennt» – irgendwie zumindest. Gerade deshalb lohnt sich die Mühe, mit ihnen gütlich in Kontakt zu kommen. Ein harmonisches Miteinander ist nicht nur die sprichwörtliche halbe Miete – es ist Gold wert!

Stellen Sie sich vor

Sich den neuen Nachbarn vorzustellen ist kein veraltetes Klischee. Es ist einfach nur höflich. Das Überbringen eines Kuchens oder anderer Begrüssungsgeschenke ist heute freilich nicht mehr zwingend. Aber ein ehrlicher, freundlicher Händedruck und ein paar Worte zur eigenen Person (keine Lebensgeschichte!) brechen das Eis. Warten Sie damit nicht zu lange. So vermeiden Sie Spekulationen und das Entstehen von Gerüchten.

Ein «Grüezi» wirkt wie Zauber

Eine freundliche Begrüssung im Treppenhaus, ein fröhliches «Hoi zäme» über den Balkon hinweg oder ein Winken zur anderen Strassenseite hinüber erfreuen jedes Herz. Auch Smalltalk ist schön – wenn es das Gegenüber nicht sichtlich eilig hat oder gerade erst von der Nachtschicht zurück ist.

Rücksichtnahme ist Trumpf

Behandeln Sie Ihre Nachbarn so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Seien Sie rücksichtsvoll und zeigen Sie Respekt. Dazu gehört auch, dass man alles vermeidet, was die Nachbarn stören könnte – oder zumindest ankündigt, wenn eine Party gefeiert werden soll, die etwas länger und lauter werden könnte. Heisser Tipp: Nachbarn, die eingeladen sind und selber mitfeiern, stören sich nie am Lärm!

Offenheit vermeidet Frustration

Offenheit und Ehrlichkeit lohnen sich – auch gegenüber den Nachbarn. Jeder sollte mögliche Probleme offen ansprechen können. Höflich natürlich. So gelangt man zu Lösungen für Probleme noch ehe diese eminent werden und verhindert Frustration sowie aufgestauten Ärger.

Toleranz macht sympathisch

Leben und leben lassen, heisst die Devise. Denken Sie immer daran: Ihre Nachbarn sind auch nur Menschen. Seien Sie daher nicht zu kleinlich – und hinterfragen Sie sich selbst ab und zu, ob Sie eventuell manchmal auch Dinge tun, die den einen oder anderen Nachbarn möglicherweise stören könnten. Handeln und kommunizieren Sie mit Augenmass – es hilft.

Fragen kostet nichts

In jeder Wohnanlage, jedem Quartier und jedem Mehrfamilienhaus existiert neben der Hausordnung das «ungeschriebene Gesetz». Dieses regelt viele Dinge. Etwa, wie die Treppenhausreinigung organisiert ist, ob auf den Balkonen geraucht und grilliert werden darf oder wie die Nutzungszeiten der Waschmaschinen verteilt sind. Wenn Sie unsicher sind, wie etwas üblicherweise gehandhabt oder geregelt wird, fragen Sie zuerst Ihre Nachbarn. So zeigen Sie Ihre Anpassungsbereitschaft und vermeiden unangenehme Verstösse gegen die «unausgesprochenen Regeln».

Ordnung ist das halbe Leben

Viele Räume und Bereiche einer Wohnanlage wie Lift, Tiefgarage, Partyraum, Waschküche oder Fahrradkeller werden gemeinsam genutzt. Hinterlassen Sie diese daher stets so, wie Sie selbst sie auch antreffen möchten.

Der Anonymität keine Chance geben

Wer aufmerksam ist für seine Nachbarn und ihnen hilfsbereit gegenübertritt, erfährt auch selbst Unterstützung, wenn einmal Not am Mann ist. Der Nachbar ist krank? Einfach mal klingeln und fragen, ob man ihm was Gutes tun kann! Die Nachbarin ist sehr betagt? Vielleicht wäre es hilfreich für sie, wenn Sie ihr etwas mitbringen, wenn Sie ohnehin in den Supermarkt fahren. Und wenn die Familie aus der Wohnung im dritten Stock verreisen will, freut sie sicher über das freundliche Angebot, den Briefkasten zu leeren und die Pflanzen zu giessen.

Kinder sind auch Menschen

Ja, es fällt manchmal schwer! Kinder können bisweilen anstrengend sein. Aber: Wir alle waren Kinder – und unsere Nachbarn mussten uns auch aushalten. Also seien Sie grosszügig und tolerant. Sollte es einmal gar zu arg und wild werden, sprechen Sie die Eltern an – in aller Ruhe und daher erst dann, wenn der akute erste Zorn wieder verraucht ist.

Grenzen sind zu respektieren

Alles hat im Mehrfamilienhaus seine Grenzen – die persönliche Freiheit und der gemietete Raum. Der allen Mitbewohnern zur Verfügung stehende Platz – vor allem im Treppenhaus – ist nicht der Ort für private Dinge wie Schuhschränke, Rollbretter, Fahrräder, Kinderwagen oder ähnliches. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, etwa, wenn es brennt oder der Notarzt mit der Trage durchkommen muss.

Ebenfalls nicht grenzenlos ist die Freiheit bezüglich der Dekoration ausserhalb der eigenen vier Wände. Die Geschmäcker sind verschieden. Sehr exotische oder erotische, religiöse oder weltanschaulich angehauchte «Kunst» im Treppenhaus? Lieber nicht.

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