Was tun bei feuchten Wänden?

22.Jun 2018

Feuchte Wände sind für jeden Hausbesitzer ein Horrorszenario. Weshalb Bauwerkfeuchte immer ein Fall für den erfahrenen Profi ist, warum die Ursachenanalyse dabei eminent wichtig ist und welche Lösungsansätze es gibt, klärt dieser Artikel.

Kondensationsfeuchte, von aussen drückendes Wasser, eine undichte Aussenisolation, undichte Rohre oder Bodenheizungen, generelle Mängel an der Bausubstanz: Es gibt viele Ursachen für feuchte Wände. In Feuchträumen wie Küche oder Bad sind oft Kondensationsprobleme die Ursache. Manchmal ist aber auch eine undichte Spülmaschine die Ursache. Im Keller kann abplatzender Verputz oder Schimmelbefall durch seitlich aus dem umgebenden Erdreich eindringende Feuchtigkeit ausgelöst worden sein – aber auch durch eine undichte Rohrleitung. Ein feuchter Boden im Wohnbereich kann auf ein Leck der Bodenheizung hindeuten – oder auf kapillar aus dem Kellerbereich aufsteigende Feuchtigkeit.

Das zeigt: Bei feuchten Wänden oder Mauern muss der erfahrene Fachmann ran. Nur er ist imstande, anhand einer eingehenden Analyse der betroffenen Immobilie herausfinden, was der effektive Grund für Feuchtigkeit im Mauerwerk ist. Das aber ist ganz entscheidend für die Wahl der zu treffenden Massnahmen.

Was tun bei Leckagen?

Feuchtigkeitsschäden durch lecke Rohre oder Bodenheizungen kennen nur eine Lösung: Man stopft das Loch. Was leichter gesagt ist als getan. Meist sind grössere Freilegungsarbeiten nötig, um das Leck zu finden. Ist dies aber erst einmal geschafft, wird das Rohr einfach repariert. Danach wird das umgebende Mauerwerk geflickt, gut getrocknet – und alles ist wieder gut.

Was tun bei kapillar aufsteigender Feuchte?

Aufgrund des kapillaren Saugvermögens poröser Baustoffe von unten nach oben eindringende Feuchtigkeit ist ein Problem, das nicht nur ältere Immobilien treffen kann. Das Mittel der Wahl in einem solchen Fall ist das Einbringen einer Sperre, welche die Saugwirkung eliminiert. Dazu wird das Mauerwerk im betroffenen Abschnitt freigelegt, mit Bohrkanälen versehen und komplett getrocknet. Anschliessend wird ein durch Erhitzen verflüssigtes Spezialparaffin in den Baustoff injiziert. Dieses flutet die offenen Poren des porösen Baustoffs, härtet in diesen aus und bildet eine kapillardichte Sperrschicht.

Was tun bei seitlich eindringender Feuchtigkeit

Bei sehr hoher Bodenfeuchtigkeit, aufstauendem Sickerwasser, sowie bei mit Druck anflutendem Wasser kann es passieren, dass Feuchtigkeit seitlich durchs Mauerwerk ins Gebäude eindringt.

Kann der betroffene Abschnitt von aussen freigelegt werden, wird die Wand gereinigt, mit einem Dichtputz und anschliessend mit ein oder zwei Lagen einer wasserundurchlässigen, gewebeverstärkten Bitumendickbeschichtung abgedichtet. Darüber montierte Wärmedämmplatten schützen die Abdichtung vor Beschädigungen beim Wiederanfüllen des Erdreichs – und verbessern zugleich die Energiebilanz des Gebäudes.

Kann der betroffene Bereich der Immobilie nicht freigelegt werden, erfolgt die Abdichtung von innen. Dazu wird auf das zunächst freigelegte und gereinigte Mauerwerk ein Dichtputz und darüber eine oder mehrere Schichten einer flexiblen Abdichtungsschicht aufgetragen. Diese ist wasserundurchlässig, überbrückt und verschliesst Risse und stellt einen dauerhaften Feuchteschutz sicher. Zum Schluss wird ein Schutzputz oder ein Innendämmsystem aufgebracht.

Was tun bei feuchtem Kellerboden?

In älteren Immobilien besteht der Kellerboden häufig aus porösen Baustoffen, durch welche Feuchtigkeit kapillar aufsteigen kann, was eine normale Nutzung der Räume verunmöglicht. Abhilfe schaffen moderne Versiegelungssysteme. Diese werden auf dem alten Boden, dessen Fugen zuvor verschlossen werden, aufgetragen. Dank mehrschichtigem Aufbau sorgen sie für eine Verfestigung des Bodens, gestalten diesen komplett eben und dichten ihn zuverlässig gegen Kapillarfeuchte ab. Eine Schutz- und Nutzschicht ermöglicht danach eine ganz normale Nutzung der Kellerräume.

Was tun bei Kondensation?

Feuchtigkeit durch übermässige Kondensation entsteht in Räumen, in denen feuchte, warme Raumluft auf kalte Wände trifft. Werden die Wände mit einer wirkungsvollen Wärmedämmung ausgestattet, kann die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit nicht mehr an der Wand kondensieren.

Weiterführende Informationen zur Sanierung feuchter Wände mithilfe modernster Abdichtungs- und Wärmedämmsysteme finden Sie hier

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